Freitag, 23. März 2018

Riesige gestrickte Decke

Was habe ich mir da nur eingebrockt???
Angefangen hat es ganz harmlos. 333 Maschen sind ja relativ schnell angeschlagen und dann strickt und strickt und strickt man... nach ein paar Stunden dann die Ernüchterung:
Es geht eeeeewig, bis die Decke wächst!
Aber heute ist Freutag und deshalb freue ich mich, dass ich es tatsächlich geschafft habe und die Decke für meine Tochter fertiggestrickt habe.
Auf diesem Bild sind die Farben am besten getroffen.
Die Decke ist 150cm breit und 195cm hoch, so kann meine Tochter sich für den Rest ihres Lebens darin einkuscheln.
Gestrickt habe ich die Decke aus zwei riesigen Knäueln von 700g "Kurtenbach Twist Sport" mit einer sagenhaften Lauflänge von je 2,1 KILOMETERN, die ich einmal ganz spontan im Supermarkt gekauft habe. Es ist eine erstaunlich gute Qualität und liess sich angenehm verstricken. Von der Petrol-Wolle habe ich 560g verbraucht, von der grünen 500g.
Ich habe mit einer langen Rundstricknadel der Stärke 4,5mm gestrickt, hätte aber gut eine oder zwei Nummer dickere Nadeln verwenden können.
Die Anleitung "Western Hills - The Blanket", die ich auf ravelry gefunden habe, ist ganz einfach und strickt sich fast von selbst, so wie ich es liebe.
Auf diesem Bild habe ich sie auf unserem Ehebett ausgebreitet, so sieht man erst, wie gross sie ist. Es war echt schwierig, sie als Ganzes zu fotografieren.

Verlinkt bei Freutag und Gestricktes&Gehäkeltes

Donnerstag, 22. März 2018

Marseille - mit Buchvorstellung

Endlich wieder einmal mache ich mit bei RUMS!
Am liebsten würde ich ja jede Woche dabei sein, aber so viele Kleidungsstücke brauche ich ja im Leben nicht. Eigentlich wartet schon seit ein paar Wochen meine neue Jeans darauf, hier gezeigt zu werden, aber ich habe immer noch keine guten Fotos.
Und dann plötzlich hatte ich ein ganz dringendes Projekt, dass ich heute genäht habe und euch unbedingt ganz schnell zeigen muss: Mein neues Shirt "Marseille" aus den niegelnagelneuen Buch "Alles Jersey: Plus-Size-Shirts" von Stefanie Brugger.
Marseille tönt für mich nach Spaziergang am Strand, Meeresbrise, Baguette und Oliven, Sonne und Wind - Ferien. Dazu passt mein Shirt aus Sommersweat wie ich finde perfekt.
"Schuld" daran, dass ich euch heute diese Bilder zeige, ist Kathrin von naadisnaa. Sie hat vor einiger Zeit ein paar Shirts aus dem Buch "Alles Jersey: Shirts & Tops" von Stefanie Brugger auf ihrem Blog gezeigt. Die Modelle haben mir so gut gefallen, dass ich mir das Buch auch gleich kaufen wollte. Nach Rückfrage bei Kathrin musste ich enttäuscht feststellen, dass die Modelle nur bis Grösse 44 gehen, ich aber leider mehr brauche.
Und dann plötzlich schreibt mir Kathrin, dass Stefanie Probenäherinnen für ein neues geheimes Projekt sucht, und zwar genau eine wie mich. Flugs habe ich mich beworben und letzten Herbst fleissig genäht und probiert. Das hat unglaublich Spass gemacht und es war interessant zu sehen, wie ein Schnitt entsteht und daraus dann verschiedene Modelle und schliesslich ein ganzes Buch wird.
Laaaaange musste ich dann warten und endlich, diesen Dienstag, konnte ich das frisch gedruckte Buch "Alles Jersey: Plus-Size-Shirts" in den Händen halten.
Und ich bin echt begeistert!!! Das Buch ist wunderbar gestaltet, hat vielfältige Anregungen und Modell-Beispiele. Alles ist möglich und jetzt bin ich wohl im Shirt-Fieber... das Stofflager wartet darauf, geplündert zu werden *juhui*.
Um euch einen kleinen Einblick zu geben, wie die Modelle an "ganz normalen" Frauen mit Schwangerschaftsröllchen und "erweitertem Speckdrum" aussehen, habe ich das Shirt "Marseille", das auch auf dem Cover des Buches abgebildet ist, in Grösse 50 genäht und mich von meinem Mann fotografieren lassen. Das es fast derselbe Stoff ist, ist purer Zufall.
Es war grauslich kalt und hat geschneit, weshalb ich so ein rotes Gesicht habe und die Fotos etwas dunkel geworden sind.
Den Stoff habe ich im Herbst auf dem Stoffmarkt in Freiburg gekauft, es ist ein wunderbarer Sommersweat, nicht zu dick und nicht zu dünn. Genau richtig für kühle Frühlingstage oder laue Sommerabende.
Den Halsausschnitt habe ich mit einem Rest Jersey von einem T-Shrit, das ich für meinen Mann genäht habe (und euch unbedingt noch zeigen muss) versäubert, ganz ordentlich mit einem Beleg. Ich habe mir das immer so schwierig vorgestellt, aber mit der Erklärung aus dem Buch war es ganz einfach und ruckzuck umgesetzt. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut.
Im Buch steht, man können den hinteren Saum auch ein wenig verlängern. Ich habe ihn um 2cm länger gemacht als den vorderen Saum. Die Schlitze zu nähen war ganz leicht (ebenfalls dank der kurzen aber genauen Anleitung).
Für die 3/4-Ärmel habe ich wohl zu kurze Arme... für meinen Geschmack könnten sie sicher fünf Zentimeter kürzer sein. Irgendwie sieht es im Moment mehr nach zu kurz geratenen Langärmeln aus.

Die Länge ist aber sehr bequem und genau richtig zum Gebärden, da die Hände schön frei sind.
Ich freue mich darüber, dass es mir gelungen ist, dass die Streifen an den Seitennähten schön aufeinandertreffen! Davor hatte ich so grosse Angst, dass ich mich seit drei Jahren davor drücke, Streifenstoffe zu vernähen, obwohl ich ein absoluter Streifenfan bin. Aber wenn man beim Zuschneiden etwas aufpasst, geht es ganz gut.
Das Shirt sitzt super und in meinem Gebärdensprachkurs heute Abend habe ich viele Komplimente erhalten :-)
Noch einmal kurz zum Buch "Alles Jersey: Plus-Size-Shirts": Ich kann es allen Nähbegeisterten empfehlen, die schon lange einmal etwas für sich selber nähen wollten, sich aber nicht getraut haben. Im Buch hat es ganz viele Anregungen, Tips und Tricks, gute bebilderte Anleitungen.... und vor allem: das lästige Zusammenkleben von Schnittmustern entfällt, da es zwei grosse Schnittmusterbögen dabei sind. Am Anfang mögen die vielen Linien verwirrend erscheinen, aber auch da wird im Buch Abhilfe geschaffen und schnell fällt die Orientierung leicht.
Was ich besonders faszinierend finde ist, dass alle Modelle im Buch auf einem einzigen Schnitt basieren. Durch verschiedene Halsausschnitte und Saumlängen und -Formen entstehen so unzählige neue Möglichkeiten, die die Kreativität so richtig beflügeln und Mut machen, Neues auszuprobieren (für mich ist das auf jeden Fall noch ein Shirt mit Knopfleiste und eines mit V-Ausschnitt).

Bei Stefanie Brugger von Fabelwald könnt ihr noch mehr ausführlicher über das Buch lesen (und bis heute Abend, 24:00 an der Verlosung von zwei Büchern teilnehmen) und bald weitere Modelle der Frauen aus der Probenährunde anschauen - und wenn ihr euch achtet, findet ihr die anderen Beiträge zum Buch auch beim heutigen RUMS.

Dieses Post enthält unbezahlte Werbung. Das Buch "Alles Jersey: Plus-Size-Shirts" habe ich als Dankeschön fürs Mitmachen beim Probenähen erhalten. Ich stelle es euch hier freiwillig vor, weil ich es wirklich gelungen finde und sehr empfehlen kann. Ich erhalte keine "Provision", falls jemand ein Buch kauft.

Verlinkt bei RUMS

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Dienstag, 13. März 2018

Taschen, Taschen, Taschen

Eigentlich nähe ich nicht gerne Taschen. Um Taschen zu nähen, braucht man meisten einen Haufen an "Spezialzutaten" wie Reissverschlüsse, verstärkende Einlagen, D-Ringe, Knöpfe und und und. Aber diese Tasche, die ist super. Ohne Schnickschnack, ohne Reissverschlüsse und Einlagen. Einfach Stoff und losnähen. Und eine tolle Tasche entsteht.
Ich habe gleich sechs Stück genäht. Die ersten beiden haben allerdings mein Zuhause verlassen, bevor ich sie fotografieren konnte (wie so oft).
Nummer 1 habe ich als "Test-Tasche" wirklich nur aus ganz gewöhnlichem dünnen Baumwollstoff genäht. Genau nach Foto-Anleitung. Ganz simpel und recht schnell genäht. Die Taschen hatte das perfekte Format, also musste ich einfach noch weitere nähen.
Nummer 2 war ein Geburtstags-Geschenk für meine Schwägerin. Bei der habe ich neue Materialien getestet. Für den Boden habe ich "Taschenstoff" verwendet. Ein etwas dickeres Polyester-Gewebe, dass gerade genug Stand hat für Taschen und das ich sicherlich wieder einmal vernähen werde. Für das Futter habe ich Polyester-Baumwolle-Mischgewebe verwendet, dass nicht einläuft und sich super vernähen liess. Aussen habe ich etwas ganz besonderes verwendet: echten afrikanischen Stoff, den mir meine Schwägerin aus Guinea mitgebracht hat. Diesen habe ich dann für sie als "Heimweh-Tasche" vernäht. (Vielleicht macht meine Schwägerin mir noch ein Foto von der Tasche, dann trage ich das dann hier nach.)
Für Nummer 3 bis 6 habe ich Stoffabbau betrieben, worauf ich sehr stolz bin 😇 Sie wurden ebenfalls, kaum dass ich sie fertig genäht hatte, verschenkt letzte Woche. Aber diesmal habe ich doch noch schnell schnell ein paar Fotos geschossen.
Das Futter dieser Tasche ist ein Reststück vom Stoff meiner allerersten selbstgenähten Kingergartentasche für meinen Ältesten (unglaublich, dass das schon zehn Jahre her ist). Es ist "Rucksackstoff", relativ festes aber dünnes Polyestergewebe, das die Tasche recht standfest macht.
Die Träger habe ich nicht genäht, sondern ich habe schmales Gurtband verwendet, dass sich auch noch im "Fundus" befand.
Der Boden ist aus dem Reststoff, den ich für Tasche Nummer 2 als Boden gekauft hatte.

Tasche Nummer 4 und 5 sind sehr ähnlich. Das Futter ist rote Baumwolle, ein Rest von Kostümen, die ich für meine Kinder vor zwei Jahren fürs Sommerlager genäht hatte. Der Boden ist Wachstuch-Rest vom gelb-blauen Möbelgeschäft. Die Träger sind wie bei Tasche 4 aus Gurtband.

Tasche 6 ist mit blauer Baumwolle gefüttert, keine Ahnung, woher der Stoff kommt, die sammeln sich irgendwie einfach bei mir an... geht es euch auch so?
Der Boden ist das letzte Stück Taschengewebe. Aus dem 30cm breiten Stück konnte ich also drei Taschenböden schneiden und es blieb kein Rest mehr.
Diese vier Taschen habe ich in insgesamt ca. 6 Stunden zugeschnitten und genäht.
Das Zuschneiden der Jeans-Stücke war recht aufwändig, vor allem, da ich die Gesässtaschen verwenden wollte. Ich habe viele rechteckige Stücke zugeschnitten und dann zusammengenäht und wieder zugeschnitten, damit am Ende die Grösse stimmt und die Gesässtaschen einigermassen in der Mitte sind.

Jetzt fehlt nur noch eine solche Tasche für mich, weil ich die Grösse wirklich super finde!

verlinkt bei Creadienstag, Taschen&Täschchen und zum ersten Mal bei OldJeansNewBag

Dienstag, 20. Februar 2018

Drei Häschen

Im Moment bin ich viel am Stricken, da ich bis zum Sommer noch die Decke für meine grosse Tochter fertigmachen möchte.
Ich habe zwar das Gefühl, dass ich stricken und stricke und die Decke einfach nicht wachsen will, aber zum Glück ist sie schon gut 110cm hoch. Noch 80-90cm und ich kann dieses Projekt abschliessen! (Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, so eine grosse Decke mit der Nadelstärke 4,5mm zu stricken???)

Nebenbei kann ich es aber nicht lassen, auch mal was ganz Kleines zu stricken.
Bei Ravelry bin ich zufällig auf die (englische) Anleitung für ein superherziges Häschen gestossen, das sofort gestrickt werden wollte.
Und bevor jemand von euch jetzt anfängt zu stricken, muss ich euch warnen: es macht süchtig! Ich habe nämlich nicht nur ein Häschen sondern gleich drei gestrickt.

Die Anleitung ist sehr gut verständlich und klar geschrieben und auch das Ausformen des Häschens ist genau erklärt. Beim dritten "Bunny" konnte ich die Anleitung schon fast auswendig.
Gestrickt habe ich mit "Bravo"-Acrylwolle, die ich geschenkt bekommen habe, und mit einem 3,5mm-Nadelspiel. Die Beinchen, die mit nur sechs Maschen in der Runde gestrickt werden, sind etwas "nifelig" (=vielleicht vergleichbar mit dem Wort "knifflig", aber beinhaltet auch, dass man dabei das Gefühlt hat, dass die eigenen Finger zu dick sind 😀), aber machbar.

Das erste Häschen habe ich ganz in hellbraun gestrickt.
Das Zweite wurde schneeweiss.
Und beim Dritten wurde ich mutig und habe es zweifarbig gestrickt.
Bei ihm habe ich allerdings die Beinchen etwas merkwürdig platziert...

Eigentlich wollte ich die Häschen alle verschenken. Allerdings haben sich meine Kinder - sogar der 14jährige - sofort in die Häschen verliebt und wünschen sich nun alle eins. Die beiden kleinen Buben möchten am liebsten ein blaues, doch da sträubt sich bei mir was. Vielleicht lasse ich mich am Ende doch noch breitschlagen. Bis Ostern sind es ja noch ein paar Wochen.

Liebe Grüsse,
Regula

verlinkt bei Creadienstag und Gehäkeltes&Gestricktes

Dienstag, 9. Januar 2018

Jahresabschluss

Aus verschiedenen Gründen - unter anderen wegen technischer Schwierigkeiten - bin ich in den letzten zwei Monaten selten zum Bloggen gekommen. Da ich aber nicht dieses Jahr noch einen Haufen Posts über alte Projekte schreiben möchte, mache ich heute eine (nicht abschliessende) Zusammenfassung meiner Werke der letzten Zeit und starte danach wieder frisch und ohne "Altlasten" ins neue (Blogger-)Jahr.

Diverse Armstulpen habe ich ausprobiert, diesen hier in zwei verschiedenen Grössen, aber der Daumen blieb zu eng...
Ich habe relativ viel gestrickt, vor allem Socken.
Ringelwolle aus dem "Fundus", Bumerangferse und Bandspitze, Gr.43
Auch habe ich dabei mal etwas neues ausprobiert: Jaquard-Stricken. Leider habe ich mir nicht notiert, auf welchem Blog ich über das Buch "Soxx" gestolpert bin. Noch am selben Tag habe ich es mir bestellt und Wolle besorgt, damit ich, wenn es eintrifft, gleich losstricken konnte. Seither sind also auch noch mehrfarbig gestrickte Socken entstanden.
Dieses Paar habe ich aus verschiedenen Regia-Sockenwollen gestrickt, Nr. 22 aus dem Soxxbook, eigentlich Gr.39, sind aber zu lange geworden. Danach habe ich Nr. 8 ausprobiert und bei der Fusslänge besser aufgepasst. In Arbeit habe ich aktuell Nr. 12. Es macht Spass, diese Socken zu stricken, dauert aber definitiv länger als ein "langweiliges" Paar.

Nebenbei habe ich mit einer gestrickten Decke für meine Tochter begonnen (was für eine verrückte Idee!). 333 Maschen sind angeschlagen mit Nadelsträcke 4,5 für eine Breite von ca. 1,20m und es dauert eeeeeewig. Ich bin nun bei knapp 90cm Höhe, die fertige Decke soll 1,80m hoch werden.

Gehäkelt habe ich im letzten halben Jahr nicht so oft, eigentlich ist nur die grosse Regenbogen-Decke entstanden. Ich habe schon einige Bilder der Entstehung an den Sieben-Sachen-Sonntagen gezeigt. Die fertige Decke habe ich immer noch nicht fotografiert mangels guter Kamera (das Rot verschwimmt immer...) und da die Decke riesig geworden ist, ca. 160x200cm, ist auch das "Drapieren" nicht ganz einfach. Zwei drei Eindrücke trotzdem auch davon:
Die (englische) Anleitung ist von Lucy von Attic24, das "Granny Stripe Blanket". Verwendet habe ich sieben Schattierungen der "Special DK" Acryl-Wolle von Stylecraft und bin damit wiederum sehr zufrieden. Ich habe 224 Maschen angeschlagen, was eine Breite von 160cm ergab. Ich habe 21 Knäuel Wolle, also 3 pro Farbe, bestellt und ungefähr 2,5 Knäuel pro Farbe aufgebraucht.

Einige kleine Projekte habe ich auch gehäkelt, unter anderem zwei Esel. Letztes Jahr habe ich den Esel aus meinem Adventsfenster verschenkt und "musste" deshalb einen neuen häkeln. Da ich noch jemanden wusste, der sich einen Esel wünscht, habe ich gleich zwei gehäkelt. Ich habe wieder dieselbe (englische) Anleitung verwendet.

Und nun noch die Nähprojekte.
Ich habe einiges an Stoff verarbeitet, aber einige Projekte haben es nicht einmal mehr vor die Kamera geschafft, bevor ich sie verschenkt habe. Das kommt davon, dass ich so oft auf den letzten Drücker nähe. Geht das eigentlich nur mir so?
Hier also nur ein paar Auszüge, quasi "gesammelte Werke":
Ein winzigkleiner Schlafanzug in Grösse 62 aus dem "Kinderleicht-"Buch von Klimperklein.
Einige 20-Minuten-Täschchen habe ich genäht, bei diesen beiden habe ich sogar den Druckknopf mit dem Futterstoff überzogen (Anleitung von Schnabelina).
Diese vier Täschchen habe ich aus einer einzigen Jeanshose gemacht. Man muss nur geschickt zuschneiden. Die länglichen Taschen sind "Rollmäppchen Daisy" von pattydoo, übrigens ein toller Schnitt.
Ich habe mehrere pattydoo-Schnitte genäht. Hier zu sehen ein "Mika"-Hoodie in Grösse 164, den meine Tochter sehr liebt (allerdings ist der Halsausschnitt recht eng). Ebenfalls genäht habe ich das "Pia"-Shirt, das super schnell genäht und sehr gern getragen wird. Ein zweites Shirt ist in Arbeit, der Stoff muss aber wohl noch ein wenig "abhangen"... Dem Schnitt habe ich noch einen Rock angehängt und so ein Kleid genäht.
Ein schlechtes Bild von der Kindergartentasche, die ich für meinen "Gottibuben" (=Patenjungen) genäht habe, zeige ich doch noch. Die Elefanten waren eine "schwere Geburt", bis ich sie endlich auf dem Papier hatte. Genäht war die relativ einfache Applikation dann schnell, wie auch der Rest der Tasche nach meinem bewährten selbstgemachten Schnitt.
Hier eine Ecke eines wirklich tollen Projektes: für eine liebe Freundin habe ich zum Geburtstag Ofenhandschuhe massgeschneidert.
Das hat viel Spass gemacht und die Ofenhandschuhe haben sich im Härtetest beim "Guezli"-Backen schon gut bewährt.

So beende ich das Jahr 2017 und schaue gelassen und ohne "Altlasten" ins neue Jahr. Da motiviert mich hoffentlich dazu, wieder regelmässiger zu bloggen. Eigentlich fehlt es mir nämlich.

Euch allen, die ihr bis hier unten durchgehalten habt, wünsche ich ein wunderbares Handarbeits- und Lebensjahr 2018. Bis bald,
Regula

verlinkt bei Creadienstag

Dienstag, 14. November 2017

Röhrli-Kette

Heute zeige ich nach langer Zeit wieder einmal ein Bastelprojekt, das ich mit allen meinen Kindern immer mal wieder gemacht habe. Es braucht nur Material, das ich immer zu Hause habe, macht (fast) keine Unordnung und schon die ganz Kleinen können den grössten Teil ganz alleine machen.
Also genau das Richtige für eine spontane Bastelaktion an einem verregneten Novembernachmittag!

Die Rede ist von einer Halskette aus Strohhalmen (die wir in der Schweiz eben "Röhrli" nennen):

Material:
- ca. 5 Strohhalme z.B. vom blau-gelben Möbelgeschäft, ich nehme immer die mit dem grossen Durchmesser
- eine Schere pro Kind
- eine Plastikschüssel zum Auffangen
- eine möglichst dicke Stopfnadel
- Baumwollgarn oder Gummifaden (es geht auch mit "Scobidoo-Bändern", dann braucht man keine Nadel und dadurch, dass sie ziemlich steif sind, können schon kleine Kinder damit gut einfädeln)

Schritt 1: Schneiden

Es ist völlig egal, ob die Stücke lang oder nur wie dünne Ringe geschnitten werden. Sehr lange Abschnitte kann das Kind auch in einem zweiten Versuch noch kürzer Scheiden. Das ist immer ein Riesengaudi, da die Strohhalmstücke oft in alle Richtungen davonspicken. Manche Kinder habe nach der Schnipselei schon genug gebastelt, dann kann man entweder die Schnipsel entsorgen oder für einen anderen Nachmittag und Schritt 3 aufbewahren.

Schritt 2: Faden vorbereiten
Hier darf Mama, Oma, die Patentante, Papa, der grosser Bruder oder die Spielgruppenleiterin helfen :-)
Einen ca. 1,5m langen Baumwolle-Faden bei der Stopfnadel einfädeln, ein kleines Stück Strohhalm auffädeln und am Ende mit einem Knopf sichern.
So wird verhindert, dass der Faden immer wieder ausfädelt.

Schritt 3: Einfädeln
Je nach Begeisterung wird die Kette sehr lang oder es werden nur wenige Stücke aufgefädelt. Wie man sieht, braucht das Einfädeln die ganze Konzentration des Kindes. Ich liebe diesen Gesichtsausdruck, wenn man richtig sieht, dass da ganz doll gearbeitet wird.

Schritt 4: Verknoten
Dafür muss zuerst der Faden ganz vorne bei der Nadel zerschnitten werden. Mein Jüngster hat so fleissig aufgefädelt, dass das Stück fast zu kurz war, er wollte aber partout nicht, dass ich einige Stückchen wieder entferne (deshalb wellt sich die fertige Kette auch ein wenig).
Die Enden sollte man nicht zu kurz abschneiden, weil der Knoten so besser hält. Man kann sie ganz einfach bei den Röhrli-Stückchen einfädeln und so verstecken.

Schritt 5: Stolz sein :-)

Die Fotos habe ich vor fast einem Jahr gemacht, da war der Kleine dreieinhalb. Diese Bastelarbeit klappt, sobald das Kind eine Schere halten kann. In der Spielgruppe haben wir oft mit dieser Arbeit die Handhabung der Schere geübt.

Der Pulli ist übrigens eine JaWePu von Schnabelina, den ich vor einer gefühlten Ewigkeit aus den Reststoffen von zwei anderen Pullis genäht habe und den nun schon das dritte Kind trägt.

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Dienstag, 7. November 2017

Willy Walfisch

Diesen Namen hat mein Wal heute bekommen. Der kleine Mann, beim dem Willy nun wohnen darf, hat vor Freude gequiekt, als er ihn sah und fleissig danach gegriffen.
Für kleine Hände hat der Wal eine perfekte Grösse, da der Flukenstiel, also der Übergang von der Fluke (Schwanzflosse) zum Körper des Wals schön schmal ist, genau richtig zum Greifen für kleine Hände.
Es tut mir leid für das unscharfe Bild, die Lichtverhältnisse waren heute sehr schlecht...
Die Anleitung hat Julia von huebs.ch gemacht und sie ist super. Ganz klar und einfach, definitiv auch für blutige Anfänger geeignet und in ganz kurzer Zeit genäht.
Ich habe Reststoffe (u.a. von der Feuerwehrauto-Kindergartentasche) verwendet und mein Ältester hat beim Stopfen geholfen. Es passt erstaunlich viel Füllwatte in den kleinen Wal!
Der kleine Wal war ein Probestück, da mein Mittlerer ein Wal-Fan. Ich möchte ihm dann den grossen Wal nähen, wollte aber zuerst schauen, ob mir die Proportionen gefallen.
Ich finde diesen Wal wirklich lustig.

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Sonntag, 5. November 2017

Sieben Sachen Sonntag... oder so ähnlich

Seit dem Ende des offiziellen SiebenSachenSonntags habe ich den Schwung fürs Bloggen irgendwie verloren. Und genau deshalb schreibe ich heute wieder einmal einen Sonntagseintrag und gelobe feierlich, wieder regelmässiger zu bloggen - es gäbe einiges zu zeigen.

Vom morgendlichen Kaffee und Frühstück habe ich noch keine Fotos gemacht, weil ich mich erst mittags für diesen Eintrag entschieden habe, deshalb

1. Holz nachgelegt
Bei nasskaltem Novemberwetter gibt es nichts schöneres als die wohlige Wärme eines Holzfeuers.

2. Tee eingeschenkt
Der nagelnagelneue Krug ist heute zum ersten Mal im Einsatz und musste schon viermal gefüllt werden, da auch unsere Rasselbande zu gerne Tee trinkt.

3. Einen Räuber gesetzt
Und war auf das Feld von meinem Liebste. Es zeigte sich, dass dies ein guter Zug war, ich konnte ihn von seinem Siegeszug abbringen und selber gewinnen.

4. Gestrickt
Ein neues Grossprojekt ist angestrickt, es soll eine Decke für eine der Zwillinge geben (die andere bekommt die schon gezeigte und immer noch nicht fertiggestellte Hexagon-Decke). Es wird wohl noch ewig gehen, beim Stricken kommt man wohl langsamer voran als beim Häkeln...

5. Kartoffeln geschält und

6. Kürbis gestückelt
für eine leckere Kürbissuppe. Die beiden Jüngsten haben fleissig beim Schneiden geholfen und so wars schnell gemacht. Die Super köchelt nun über dem Holzfeuer.

7. Kerzen angezündet
Da unsere 10-jährige Deckenbeleuchtung leider wohl unrettbar kaputt ist, haben wir seit ein paar Wochen abends jeweils eine romantische Stimmung.

Euch allen da draussen schicke ich liebe Grüsse und wünsche einen tollen Wochenanfang.
Eure Regula